OMV und POST forschen an Brennstoffzellen-Lkw

Foto: Wasserstoffanlage © OMV

Nach dem Bau der größten Elektrolyseanlage Österreichs in der Raffinerie Schwechat forscht die OMV nun mit der Österreichischen POST AG am Bau von Brennstoffzellen-Lkw.  Die OMV, das integrierte internationale Öl-, Gas- und Chemieunternehmen mit Sitz in Wien und die Kommunalkredit Austria AG hatte zuletzt die gemeinsame Investition in den Bau der größten Elektrolyseanlage Österreichs in der OMV Raffinerie Schwechat beschlossen. Die Investitionssumme liegt bei rund 25 Mio. Euro und wird jeweils zur Hälfte von OMV und Kommunalkredit getragen.

Läuft das Bauvorhaben nach Plan, wird die OMV im zweiten Halbjahr 2023 an der Raffinerie Schwechat eine 10-Megawatt-Elektrolyseanlage in Betrieb nehmen. Damit sollen pro Jahr bis zu 1.500 Tonnen grüner Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen werden. „Den Wasserstoff wollen wir zunächst als Rohstoff in unserer Produktion verwenden“, erklärt OMV-Vorstandsvorsitzender Alfred Stern. Man benötige den Wasserstoff sowohl in der Raffinerie als auch in der Kreislaufwirtschaft.

Zum Einsatz kommt der grüne Wasserstoff zur Hydrierung von biobasierten und fossilen Kraftstoffen, um grauen Wasserstoff in der Raffinerie zu ersetzen. Mit grünem Wasserstoff können pro Jahr 17 Millionen Bus- oder Lkw-Kilometer schadstofffrei zurückgelegt werden. Zudem soll damit auch der CO2-Ausstoß der Industrie zurückgefahren werden.

Ab diesem Zeitpunkt wird die 10 MW PEM (Polymer-Electrolyt-Membrane) Elektrolyse bis zu 1.500 Tonnen grünen Wasserstoff jährlich produzieren. Eingesetzt wird der grüne Wasserstoff zur Hydrierung von biobasierten und fossilen Kraftstoffen, um grauen Wasserstoff in der Raffinerie zu substituieren. Dies führt zu einer jährlichen Reduktion des OMV Carbon Footprints von bis zu 15.000 Tonnen fossilem CO2 und ermöglicht bei Nutzung von grünem Wasserstoff mehr als 17 Millionen gefahrenen Bus- oder Lkw-Kilometern ohne CO2-Emissionen pro Jahr.

„Mit dem Bau der größten Elektrolyseanlage Österreichs in der OMV Raffinerie Schwechat leisten wir einen weiteren Beitrag zur CO2-Reduktion und für die Klimaziele, für deren Erreichung Wasserstoff eine zentrale Technologie ist. Wir haben uns bewusst für diese erste großtechnische Produktion von grünem Wasserstoff entschieden, denn wir sehen das Potenzial – für die CO2-freie Mobilität ebenso wie für die Reduktion der CO2-Emissionen in der Industrie“, sagt Thomas Gangl, OMV Chief Downstream Operations Officer.

Brennstoffzellen-Lkw

„Darüber hinaus werden wir gemeinsam mit der Österreichischen Post AG ausloten, wie man grünen Wasserstoff im Transportwesen einsetzen kann“, kündigt Stern an. In Schwechat wollen die beiden Unternehmen Erfahrung im Betrieb der Wasserstoffversorgungskette und einer Fahrzeugflotte sammeln. Die Post beabsichtigt nämlich den Einsatz von mit grünem Wasserstoff angetriebenen Testfahrzeugen und deren Integration in den bestehenden Logistikfuhrpark. Mit ihrem Projekt wollen OMV und Post erreichen, dass bis zum Jahr 2030 insgesamt 2.000 Brennstoffzellen-Lkw in Österreich von verschiedenen Anwendern betrieben werden können.

Ähnliche Beiträge