ÖAMTC: Für Erfolg der E-Mobilität sind noch Hausaufgaben zu erledigen

Foto: E-Mobilität

Der jüngste Ausbau des Bonus für die Elektromobilität durch Österreichs Regierung war ein erster Schritt. Nach Angaben des Autofahrerclubs ÖAMTC seien aber noch einige Hausaufgaben zu erledigen: transparente Ladetarife, erleichterte Installation von Ladestationen, ein Preisvergleichsportal, etc. Wien (OTS) – Zuletzt haben Umweltministerin Leonore Gewessler und Günther Kerle, Sprecher der österreichischen Automobilimporteure, die Aufstockung des E-Mobilitätsbonus präsentiert. “Der Mobilitätsclub begrüßt diese Maßnahme, die mehr Elektroautos auf Österreichs Straßen bringen soll”, hält Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung, fest und betont: “Eine Ankaufsförderung und der Ausbau des Ladenetzes sind nur ein Teil der Erfolgsfaktoren für E-Mobilität.” Darüber hinaus muss die Regierung noch einige Hürden abbauen, um eine breite Akzeptanz zu erreichen:

* Ladetarife müssen transparent und vergleichbar sein. Dafür ist es notwendig, dass die Abrechnung nach Kilowattstunden erfolgt – und nicht nach der Dauer, in der das Auto mit der Ladestation verbunden ist. Etwaige Kosten für das Parken an Ladestellen müssen getrennt vom Ladetarif verrechnet werden.

* Erleichterung der Installation von privaten Ladestationen: Derzeit ist z. B. der Einbau von Wallboxen in Mehrparteienhäusern mit erheblichen bürokratischen Hürden verbunden oder kann durch einzelne Wohnungseigentümer verhindert werden.

* Schaffung eines offiziellen Vergleichsportals, mit dem Tarife und Verträge vergleichen können. Der Tarifkalkulator der E-Control beim Haushaltsstrom könnte hier als Vorbild dienen.

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