Energie im Juni 2020 erstmals seit 4 Monaten wieder teurer

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Zum ersten Mal seit vier Monaten sind die Preise für Haushaltsenergie wieder gestiegen. Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete Energiepreisindex lag im Vergleich zum Vormonat Mai um 0,3 % höher (VPI + 0,6 %). „Die letzten Monate waren durch sinkende Energiepreise geprägt, dieser Trend ist im Juni 2020 vorerst beendet“, sagt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur. Im Jahresvergleich zeigte der EPI im Juni 2020 ein Minus von 8,2 %. Im Gegensatz dazu ist der Verbraucherpreisindex (VPI) im Jahresvergleich um 1,1 % gestiegen.

Aufgrund der geringeren Nachfrage waren die Preise für Rohöl in den vergangenen Monaten niedrig. Das führte dazu, dass die Preise für Treibstoffe und Heizöl deutlich nachgaben: Die Preise für Superbenzin und Dieselkraftstoff sind seit März 2020 um monatlich durchschnittlich 5 % zurückgegangen. Durch die im Mai 2020 beginnenden Nachfragesteigerungen (getragen primär von China und Indien), aber auch auf Grund der Drosselung der Erdölförderung durch die OPEC und Russland, zogen die Rohölpreise im Juni wieder an. Diese globale Entwicklung, gemeinsam mit dem steigenden österreichischen Kraftstoffbedarf, spiegelt sich in den Treibstoffpreisen wieder (siehe Abbildung).

„Das Verkehrsaufkommen rund um die Ballungsräume in Österreich ist mittlerweile wieder auf Vorkrisenniveau. Für die Klima- und Luftqualität sind das schlechte Nachrichten. Der erdölbasierte Individualverkehr bleibt damit das große Sorgenkind für den Klimaschutz. Es wurden aber bereits wichtige Schritt zur Reduktion der CO2-Emissionen im Verkehrsbereich gesetzt“, betont Traupmann. Dazu gehört die Erhöhung der Förderungen für E-Mobilität und Ladeinfrastruktur durch das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie, aber auch die geplante Wohnrechtsnovelle für ein „Right-to-plug“, mit der die Errichtung von Ladestationen für Elektroautos in Mehrparteienhäusern erleichtert wird.

Hier finden Sie die Grafik: Preise für Treibstoffe seit dem Shutdown Anfang März 2020

Hier finden Sie die Tabelle mit den aktuellen Entwicklungen der Energieträger.

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