Starkes Ergebnis für getrennte Sammlung in Österreich

Foto: ARA Sammelbilanz 2021 © ARA

Die österreichischen Haushalte haben heuer 1.082.300 Tonnen Verpackungen und Altpapier getrennt gesammelt. Die Sammelquote liegt damit auf dem Topniveau des Vorjahres. Die Bilanz der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) bestätigt: Die Österreicher:innen bringen die Kreislaufwirtschaft voran. Die österreichische Bevölkerung hat auch 2021 einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der EU-Klimaziele geleistet, freut sich die ARA. Das bequeme und effiziente Sammelsystem ist dabei ein wichtiger Hebel. So sammelten Österreichs Haushalte 616.500 Tonnen Papierverpackungen, Zeitungen und Zeitschriften – ein leichtes Plus von 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Trend der letzten Jahre setzt sich damit fort: „Der Anteil der Zeitungen und Zeitschriften ist aufgrund der zunehmenden Digitalisierung und dem verstärkten Konsum digitaler Medien gesunken. Dem gegenüber stehen durch den Online-Handel und Lieferdienste steigende Mengen an Karton und Wellpappe, die verstärkt über Recyclinghöfe erfasst werden“, erklärt ARA Vorstand Christoph Scharff.

Glas liegt mit einer Sammelmenge von 253.000 Tonnen leicht unter dem Ergebnis des Vorjahres (minus 1,8 %). Die Fraktion Metall ist mit einem Minus von 1,2 % und 32.100 Tonnen ebenfalls minimal zurückgegangen. ARA Vorstand Harald Hauke sieht die Gründe dafür vor allem in der Pandemie: „Die großen Silvesterfeiern – sonst ein Garant für hohe Glassammelmengen – sind zum letzten Jahreswechsel ausgefallen und auch der ausgebliebene Wintertourismus hat sich auf die Sammelmengen bei Glas- und Metallverpackungen ausgewirkt.“

Der Bereich der Leichtverpackungen (vorwiegend Kunststoffverpackungen) blieb mit 180.700 Tonnen konstant (plus 0,1 %). Die Sammel- und Recyclingquote von Kunststoffverpackungen muss in den nächsten Jahren deutlich gesteigert werden.

Jede Verpackung zurück in den Kreislauf holen

„Fakt ist, dass wir das Recycling im Bereich Kunststoff bis 2025 von aktuell 75.000 Tonnen auf rund 150.000 Tonnen verdoppeln müssen, um die EU-Ziele zu erreichen. Denn während wir die Quoten für Papier, Metall und Glas schon längst erfüllen, gibt es bei Kunststoffverpackungen noch Aufhol-bedarf. Wir dürfen uns dabei allerdings nicht nur auf Plastikflaschen konzentrieren, sondern müssen alle Verpackungen im Blick haben“, erklärt Scharff. Um die Sammelmengen zu steigern, setzt man unter anderem auf die Steigerung der Convenience für die Österreicher:innen: Die ARA wird die Verpackungssammlung ab Haus ausbauen und einen Fokus auf den Unterwegsmarkt legen. Zudem soll die Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen in Österreich vereinheitlicht werden.

Digitalisierung und Incentivierung spielen ebenfalls eine große Rolle: „Mit digi-Cycle haben wir eine App entwickelt, mit der Konsument:innen Punkte für das richtige Entsorgen sammeln und einlösen können, indem sie ihre Verpackung und die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack scannen. Und dar-über hinaus erfüllt digi-Cycle auch alle Anforderungen an ein zukunftssicheres und für die Konsument:innen bequemes Einwegpfandsystem. Mit unserem umfangreichen Maßnahmenbündel holen wir noch mehr Verpackungen zurück in den Kreislauf und leisten – gemeinsam mit unseren mehr als 15.000 Kund:innen aus Industrie und Handel – einen wertvollen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz“, erläutert Hauke.

Über die ARA

Zukunft. Kreislauf. Wirtschaft. Seit fast 30 Jahren agiert die Altstoff Recycling Austria AG (ARA) als treibende Kraft der österreichischen Abfall- und Kreislaufwirtschaft. Als heimischer Marktführer unter den Sammel- und Verwertungssystemen für Verpackungen sowie Elektroaltgeräte und Batterien organisiert die ARA die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen flächendeckend in ganz Österreich. Gesamt stehen den Konsumentinnen und Konsumenten mehr als 1,9 Millionen Sammelbehälter zur Verfügung, zusätzlich sind über 1,8 Millionen Haushalte an die Sammlung mit dem Gelben Sack angeschlossen. Großes Vertrauen und hohe Akzeptanz der Bevölkerung sind neben kontinuierlichem Ausbau kennzeichnend für das ARA Sammelsystem. 2020 sammelten die österreichischen Haushalte 1,08 Millionen Tonnen Verpackungen und Altpapier.

Die ARA, bestehend aus der ARA AG und ihren Tochterunternehmen ARAplus GmbH, Austria Glas Recycling GmbH, DiGiDO GmbH und ERA GmbH, gilt heute als internationales Best Practice und entwickelt als Servicepartner der Wirtschaft maßgeschneiderte Entsorgungslösungen im Bereich der Abfall- und Kreislaufwirtschaft: von Entpflichtungsservice, über Stoffstrom- und Abfallmanagement bis zu ARA Circular Design reicht das Leistungsspektrum, das zudem die Digitalisierung der Kreislaufwirtschaft forciert. Die ARA AG serviciert mehr als 15.000 Kunden. Sie steht im Eigentum heimischer Unternehmen und agiert als Non-Profit Unternehmen nicht gewinnorientiert.

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