Raus aus Öl – E-Heizer statt Öltanks in der Spittelau

Foto: E-Heizer statt Öltanks in der Spittelau (c) PID Houdek

Wien setzt weitere Schritte am Weg zur Klimamusterstadt: Wohlige Wärme aus überschüssigem Strom für 10.000 Haushalte, lautet das Motto. bei der Spittelau wird ein großer E-Heizer erbaut. Dazu werden die früheren Öltanks abgetragen.

Wien (OTS) – Im Rahmen der Offensiven für die Klimamusterstadt Wien errichtet Wien Energie am Standort der Müllverbrennungsanlage Spittelau einen umweltfreundlichen Mega-E-Heizer. Die sogenannte „Power-2-Heat-Anlage“ wandelt überschüssigen Strom in Wärme um. Das Konzept wurde bereits am Standort Leopoldau erfolgreich ausprobiert.

Die „Power-2-Heat-Anlage“ schlägt drei Fliegen mit einer Klappe: Wertvolle Energie geht nicht verloren, das Stromnetz wird stabilisiert und mehr als 10.000 Haushalte können mit dieser Technik mit klimafreundlicher Wärme versorgt werden. Die Anlage kann erneuerbaren Strom von rund 5 Windkraftanlagen aufnehmen. Um Platz für die neue Anlage in der Spittelau zu schaffen, werden die seit Jahrzehnten leer stehenden Öltanks aktuell abgetragen.

„Unsere Devise in der Klimamusterstadt Wien lautet seit langem ‚raus aus dem Öl – hinein in die Erneuerbaren und dazu setzen wir konsequent eine Vielzahl von ganz konkreten Projekten um“, so Umweltstadträtin Ulli Sima.

Hundertwasser-Gestaltung bleibt erhalten

Bis Ende Juni werden nun im hinteren Bereich des Geländes Nahe der U6-Station die zwei Öltanks abgerissen. Die Tanks mit rund 4.000 m³ Füllvolumen, 16 Metern Durchmesser und 20 Meter Höhe stehen bereits seit Jahrzehnten leer. Das Besondere an den Öltanks ist – wie überall in der Spittelau – die künstlerische Bemalung von Friedensreich Hundertwasser. Um sein Andenken zu bewahren, wird natürlich auch das neue Gebäude der „Power-2-Heat-Anlage“ entsprechend gestaltet werden.

„Wir machen Wien Schritt für Schritt in allen Bereichen CO2—neutral und sichern damit die Zukunft der nächsten Generationen. Der konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien ist dabei ein ganzen zentraler Hebel“, so Sima abschließend.

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