Energiepreise stiegen auch im November weiter

Grafik: Energiepreisindex (EPI) für Österreich, November 2021

Die Teuerungen bei den Energiepreisen, die wir in den letzten Monaten beobachten konnten, setzen sich auch im November weiter fort. Die Preise für Treibstoffe und Heizöl zogen weiter an und blieben damit zentrale Treiber der Inflation. Aber auch die Preise für Gas und Holzpellets sind im November gegenüber dem Vormonat um jeweils mehr als 4 % gestiegen.

Im Summe führte das zu einem Anstieg des von der Österreichischen Energieagentur berechneten Energiepreisindex (EPI) im Monatsvergleich um 2,7 %. Im Jahresvergleich lag der EPI um 26,3 % höher. Im Oktober 2021 lag der Abstand zum Vorjahr noch bei 22,8 %. Die allgemeine Teuerung lag im Monatsvergleich bei 0,7 % und im Jahresvergleich bei 4,3 % und damit deutlich über dem Zielwert der Europäischen Zentralbank. (s. Tabelle, Steigerung zum jeweiligen Vergleichszeitraum)

Hier finden Sie die Entwicklungen der Energieträger im Monats- und Jahresvergleich.

Heizöl und Tanken kostet mehr

Die Preise für Heizöl stiegen auch im November mit einem Plus von 2,8 % wieder an. Damit kostete Heizöl im Jahresvergleich um 64,5 % mehr. Eine typische Tankfüllung von 3.000 Litern kostet damit im Jahresvergleich um etwa 1.000 Euro mehr als im November 2020.

Auch bei den Treibstoffpreisen konnten im November weitere Steigerungen beobachtet werden. Diesel kostete um 4,4 % mehr als im Oktober 2021 bzw. um 40,7 % mehr als im November 2020. Eine Tankfüllung von 50 Litern kostete damit um etwa 20 Euro mehr als vor einem Jahr. Die Preise für Superbenzin stiegen im Monatsvergleich um 3,6 % und lagen damit 35,8 % über dem Niveau vom November 2020. Die Mehrkosten für eine Tankfüllung von 50 Litern lagen im Jahresvergleich bei 18 Euro.

„Anders als bei Strom und Erdgas zeichnet sich auf den Rohölmärkten eine leichte Entspannung ab. So sind die Preise auf den internationalen Handelsplätzen Anfang Dezember wieder leicht gesunken. Der Effekt ist zwar kaum spürbar, aber an den Zapfsäulen schon zu beobachten. Die Preise liegen aktuell wieder zwei bis drei Cent/Liter unter dem November Niveau.“, kommentiert Herbert Lechner, wissenschaftlicher Leiter in der Österreichischen Energieagentur und ergänzt: „Die massiven Preissteigerungen der letzten Monate werden damit freilich nicht aufgehoben“.

Alle Energieträger im Detail und entsprechende Grafiken, finden Sie auf der Presseseite der Österreichischen Energieagentur.

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