Pfand: Offener Brief an die Wirtschaftskammer

Foto: Christian Abl - ÖPG - Stefanie Starz

Der Geschäftsführer der Österreichischen Pfandgesellschaft ÖPG hat sich in einem offenen Brief an den Präsidenten der Wirtschaftskammer Harald Mahrer gewandt. Es geht um offene Kommunikation in Sachen “Einwegpfand auf Getränkeverpackungen”. Hier der offene Brief im Wortlaut: Die ÖPG Pfandsystemgesellschaft m.b.H ist noch sehr jung, dennoch konnten wir in den letzten Wochen und Monaten erfolgreich zahlreiche Unternehmen und Institutionen ansprechen, um den Austausch zum Thema „Einwegpfand auf Getränkeverpackungen“ in Österreich aufsachlicher Ebene zu intensivieren. Den Gipfel unserer Diskussions- und Kommunikationskampagne bildete bis dato der ÖPG Pfand-Kongress am 23.06.2020, bei dem weit mehr als hundert österreichische Vertreter von Unternehmen unterschiedlicher Größe, Behörden und anderer Institutionen internationale Vorträge hörten und den Runden Tisch mit Repräsentanten österreichischer Leitbetriebe und namhaften Persönlichkeiten aktiv mitverfolgten.

Viele Unternehmen, die unser Informationsangebot nutzen, haben Produkte, die Teil eines künftigen Pfandsystems wären. Sie sprechen sich ​aber nicht gegen, sondern für ein modernes Pfandsystem​ für Einweggetränkeverpackungen aus. Die meisten sehen ein Pfandsystem ähnlich wie die kürzlich präsentierte Studie im Auftrag des Bundesministeriums: ​die umweltfreundlichste undwirtschaftlichste Variante, um die EU-Ziele und eigene ökologische Recycling-Ziele zu erreichen​. All diese Unternehmen sind auch Mitglieder der Wirtschaftskammer!

Wir wurden informiert, dass innerhalb der WKO eine sehr einseitig besetzte Arbeitsgruppe gebildet wurde, die in den kommenden Tagen beginnen soll, eine Alternative zu einem Pfandsystem auszuarbeiten. Als WKO-Mitglied fordern wir ​mehr Transparenz in der Kommunikation und die Chance auf Mitwirkung!​ Warum treibt die WKO eine einseitige Kampagne gegen Pfand – vermeintlich im Namen aller Mitglieder – voran? Die österreichische Wirtschaft ist nicht geschlossen gegen Pfand auf Einweggetränkeverpackungen! Viele Unternehmen sind entschieden dafür.

Wir fordern Sie höflich aber auch deutlich auf, den Auftrag der WKO zum Interessenausgleich unter Einbindung aller Mitglieder und spartenübergreifend sicherzustellen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Abl – Geschäftsführer ÖPG

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