Klimaschutz kommt in die Lehrpläne

Foto: Klassenzimmer

Auf Antrag von Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) wurde im Unterrichtsausschuss des österreichischen Parlaments darüber diskutiert, das Thema Klimaschutz in die Lehrpläne der öffentlichen Schulen zu nehmen. Der Antrag wurde gemeinsam von SPÖ, ÖVP, Grünen und NEOS abgeändert eingebracht und bereits dort einstimmig beschlossen. Es gehe um die Prüfung der Lehrpläne und in weiterer Folge sollen die Themen Klima und Umweltschutz dort stärker implementiert werden, erläuterte Holzleitner.

Wien (PK) – Der Nationalrat diskutierte heute die beiden im Unterrichtsausschuss einstimmig angenommenen Anträge, die darauf abzielen, Klima-, Natur- und Umweltschutz stärker in den Lehrplänen zu verankern sowie den Lehramtsberuf für berufserfahrene QuereinsteigerInnen zu öffnen.

Klimaschutz soll in Lehrplänen verankert werden

Die Forderung, Klima-, Natur- und Umweltschutz stärker in den Lehrplänen zu verankern, stand in der heutigen Plenarsitzung zur Debatte. Junge Menschen sind Freitag für Freitag auf die Straßen gegangen und tun es nun weiterhin digital, um die Gesellschaft wachzurütteln. Es brauche jetzt Taten, so die SPÖ-Abgeordnete.

Unterstützt werde der Antrag von den Grünen, die betonten dass Klimabildung bereits im Regierungsübereinkommen verankert sei. Barbara Nessler (Grüne) warnte auch davor, die Klimakrise zu sehr von der Corona-Krise überlagern zu lassen, denn sie existiere weiterhin. Der Weckruf von 10.000 jungen Menschen wurde gehört, aber es sei nur noch begrenzt Zeit, die Klimakrise abzuwenden, so Nessler.

Auch Martina Kaufmann (ÖVP) freute sich über die gemeinsame Initiative und erklärte, dass dieses Thema in die laufende Lehrplanreform mitgenommen werde und das Umweltbewusstsein werde über die Kinder in die Zukunft weitergegeben. Nico Marchetti (ÖVP) betonte in der Lehrplanreform auch die Bedeutung von politischer Bildung.

Gemeinsame Entschließung für berufserfahrene QuereinsteigerInnen ins Lehramt

Eine gemeinsame Entschließung, eingebracht von Abgeordneten der NEOS, ÖVP, Grünen und SPÖ auf Basis eines NEOS-Antrags, fand durchwegs positive Resonanz. Berufserfahrenen QuereinsteigerInnen solle ein breiter Einstieg in den pädagogischen Beruf ermöglicht werden, so der formulierte Auftrag an den Bildungsminister. Die Bildungssprecherin der NEOS Martina Künsberg Sarre freue sich zwar über den gemeinsamen Antrag, aber sie wünsche sich darüber hinausgehend QuereinsteigerInnen auch in der Primarstufe 1, da der LehrerInnenmangel dort besonders groß sei. Außerdem betonte sie die Bedeutung einer fundierten didaktischen Ausbildung, die nach Auffassung der NEOS nicht nur an den Pädagogischen Hochschulen, sondern berufsbegleitend auch an den Fachschulen stattfinden könnte.

Im Kontext der Corona-Krise zeige sich, dass die Innovation im Bildungsbereich schon fortgeschrittener sein könnte und dazu brachte die NEOS-Bildungssprecherin einen Antrag für eine digital-didaktische Fortbildungsoffensive für LehrerInnen ein. Das Bildungsministerium solle mit niederschwelligen, webbasierten Fortbildungen möglichst viele Lehrkräfte rasch und effektiv schulen, so die Antragstellerin.

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