Fehlendes EAG behindert 6.000 baureife PV-Projekte

Foto: Photovoltaik

,Aus der Krise herausinvestieren‘ und das ,1 Million Dächer Programm‘ bleiben damit genauso leere Politik-Sprechblasen wie der angekündigte Ersatz von importierten Kohle- und Atomstrom durch heimischen Sonnenstrom.“, kritisiert Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Photovoltaic Austria. Die Umsetzung der Projekte könnte tausende wichtige Arbeitsplätze sichern, dringend benötigte neue Stellen schaffen und Investitionen von rund 350 Mio. Euro auslösen.

Fokussierung und Einigkeit der Regierung wird eingefordert

Schuld am Desaster ist die Uneinigkeit der Regierung und damit das Hinauszögern des längst ausständigen EAG. Das Gesetz hätte bereits mit diesem Jahr in Kraft treten und erforderliche Rahmenbedingungen für den PV-Ausbauturbo schaffen sollen. „Der Appell geht nach wie vor an beide Regierungsparteien: Das EAG muss umgehend zu einem Ende gebracht werden, damit Österreich endlich und tatsächlich in eine sonnige Zukunft starten kann, die Jobmotor ist und eine heimische Wirtschafsleistung ermöglicht. Beide Regierungsparteien müssen sich auf das Wesentliche fokussieren und als nächsten Schritt das EAG zur Vorstellung in den Nationalrat bringen um 2021 nicht zum verlorenen PV Jahr zu machen.“, fordert Paierl die Regierung zur Einigkeit auf.

Die erneut hohe Nachfrage nach einer Förderung verdeutlicht, dass die Bevölkerung bereit ist, auf saubere, heimische Stromproduktion umzustellen. Auch die PV-Branche ist dem ambitionierten Ausbaupfad der Regierung nachgekommen, hat ihre Hausaufgaben gemacht und Projekte entwickelt. Die Branche fürchtet aber nun um die Umsetzungsmöglichkeit der baureifen Projekte aufgrund der zeitlichen und inhaltlichen Unklarheiten bei dem auf Eis liegenden EAG. Dies muss daher unverzüglich im Ministerrat und im Parlament beschlossen werden. Im EAG muss darüber hinaus eine Sonderlösung geschaffen werden, um die in der Warteliste befindlichen Projekte nicht zu verlieren – z.B. durch das „Einfrieren“ der Warteliste – und die Kontingente des Ökostromgesetzes voll auszuschöpfen.

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