Strom-Großhandelspreise steigen weiter

Foto: Strompreisindex

Der Österreichische Strompreisindex (ÖSPI) steigt im Dezember 2021 gegenüber dem Vormonat um 8,9 %. Im Vergleich zum Dezember des Vorjahres 2020 liegt der ÖSPI um 83,7 % höher. Bezogen auf das Basisjahr (2006 = 100) erreicht der von der Österreichischen Energieagentur errechnete Index im Dezember 2021 einen Stand von 148,67 Punkten. Der Grundlastpreis (156,59 Indexpunkte) steigt gegenüber dem Vormonat um 8,1 %. Im Jahresvergleich steigt er um 85,0 %. Der Spitzenlastpreis (131,81 Indexpunkte) weist im Monatsvergleich ein Plus von 11,0 % und im Jahresvergleich ein Plus von 80,5 % auf.

Hier finden Sie die Entwicklung des ÖSPI von 2003-2021.

„Aktuell liegt der ÖSPI auf einem Allzeithoch. Wir erwarten allerdings einen weiteren Anstieg bis Februar 2022, erst danach könnte es zu einer leichten Entspannung kommen. Die Preise bleiben jedoch auch dann auf einem relativ hohen Niveau“, erläutert Herbert Lechner, wissenschaftlicher Leiter der Österreichischen Energieagentur, die künftige Entwicklung des ÖSPI.

Der ÖSPI erfasst nur das Produkt Strom (Strom-Großhandelspreise) und berücksichtigt keine Netzgebühren, Steuern oder Abgaben. Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten zu knapp 40 % auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und Abgaben auf (Details bietet diese Grafik).

Die Zeitreihen zum ÖSPI, getrennt nach Grund- und Spitzenlast, sind auf der Webseite der Österreichischen Energieagentur als pdf zu finden.

Alle Informationen zur Methodik des ÖSPI finden Sie hier.

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