Forscher entwickeln Prüfablauf für E-Ladestationen

Animation: Ladestation

Eine sichere Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum ist Grundvoraussetzung für den Erfolg von Elektrofahrzeugen und damit die Dekarbonisierung unserer Mobilität. Das kürzlich gestartete Forschungsprojekt ProSafE² wird hier einen wichtigen Beitrag leisten: Im Rahmen des Projekts werden die Grundlagen für eine periodische, routinemäßige Sicherheitsüberprüfung von Gleichstrom-Ladestationen entwickelt. Ladestationen für Elektrofahrzeuge müssen sicher und energieeffizient funktionieren. Sie dürfen weder Personen noch Sachgüter gefährden und müssen beim Ladevorgang eine sichere Datenverbindung und korrekte Abrechnung gewährleisten. Für Gleichstrom-Ladestationen gibt es aktuell allerdings weder entsprechende Richtlinien noch ein standardisiertes Prozedere für die regelmäßige Wartung und Überprüfung. Das mit Mai gestartete Projekt ProSafE² (Protection, Safety and Efficiency of Electric Vehicle Charging Stations) soll das ändern: Im Rahmen des Projekts evaluieren die Forschungspartner Gleichstrom-Ladestationen und entwickeln einen praxistauglichen Ablauf zur wiederkehrenden Prüfung, der die elektrische Sicherheit über die gesamte Betriebsdauer gewährleistet.

Normen und Standards für Ladestationen
Die Ergebnisse aus dem Projekt ProSafE² sollen in der Folge in die entsprechenden Normen, Standards und Richtlinien Eingang finden sowie der Schulung für den sicheren Umgang mit Ladestationen dienen. Ergänzend zur Entwicklung von Prüfmethoden und -abläufen sowie ihrer Evaluierung werden im Zuge des Projekts auch unterschiedliche Ladestationen verschiedener Hersteller hinsichtlich Energieeffizienz sowie Netzrückwirkungen verglichen.

Projektpartner und Ablauf
Das Projekt ProSafE² wurde vom OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik gemeinsam mit dem AIT Austrian Institute of Technology, dem Institut für Elektrische Anlagen und Netze der TU Graz sowie KS Engineers initiiert und wird aus Mitteln der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG gefördert.Unterstützt wird es von der Energie Steiermark Technik GmbH, KELAG – Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, TÜV AUSTRIA SERVICES GMBH und Wien Energie GmbH. Die Gesamtprojektdauer beträgt 30 Monate, erste Ergebnisse sollen im Frühjahr 2023 vorliegen.

(Credit: TU Graz)

Über den OVE:
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