Im Westen Wiens entsteht eine neue Trinkwasser-Transportleitung

Foto: Trinkwasser

Die Stadt Wien setzt die Strategie „Wiener Wasser 2050“ zur Sicherung der Wasserversorgung konsequent um. „Wien wächst und der Wasserbedarf der Bevölkerung wird in den kommenden Jahrzehnten weiter ansteigen. Daher erweitern wir Wasserbehälter und bauen das Rohrnetz stark aus. Das betrifft vor allem Wassertransportleitungen. Durch diese Leitungen werden große Wassermengen auf das Stadtgebiet verteilt. Der Ausbau ist ein wichtiger Baustein, um die Trinkwasserversorgung langfristig auf höchstem Niveau zu sichern“, betont Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky.

Gestern, Mittwoch, wurden im Wiener Gemeinderatsausschuss für Klima, Umwelt, Demokratie und Personal einstimmig die Mittel in der Höhe von rund 12 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt einer neuen Trinkwasser-Transportleitung im Westen Wiens beschlossen. Die Leitung verläuft künftig vom Mildeplatz (16. Bezirk) bis zur Sieveringer Straße (19. Bezirk). Die Gesamtlänge beträgt 5,2 Kilometer. Das Projekt untergliedert sich in drei Bauabschnitte. Der 1. Bauabschnitt wird voraussichtlich ab Juni 2024 vom 16. Bezirk (Mildeplatz) bis zum 17. Bezirk (Richthausenstraße) umgesetzt. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist Ende 2026 geplant.

Mit dem Bauprojekt wird die Versorgungssicherheit der Stadt erhöht und zugleich der Bevölkerungszunahme Wiens Rechnung getragen. Die finale Beschlussfassung soll in der Sitzung vom Wiener Gemeinderat am 22.02.2024 erfolgen.

„Die neue Trinkwasser-Transportleitung bietet künftig zusätzliche Sicherheit für die Wasserversorgung der Gebiete im Norden und Westen der Stadt“, erklärt Wiener-Wasser-Chef Paul Hellmeier.

Im Zusammenhang mit den Stadtentwicklungsgebieten befinden sich derzeit zwei weitere Trinkwasser-Transportleitungen in Bau. Der zügige Ausbau des Rohrnetzes ist Teil der Strategie „Wiener Wasser 2050“. Diese definiert die wichtigsten Projekte, mit denen sich die Stadt Wien auf den künftigen Wasserbedarf vorbereitet.

In Wien werden Bevölkerungsprognosen zufolge im Jahr 2050 mehr als 2,2 Millionen Menschen leben. Längere Trockenperioden werden aufgrund der Klimakrise wahrscheinlicher. Wiener Wasser rechnet daher mit einem Anstieg des Gesamtwasserverbrauchs um rund 15 Prozent auf durchschnittlich 450 Millionen Liter Wasser pro Tag. Um dem Bedarf gerecht zu werden, muss das Rohrnetz rechtzeitig angepasst und erweitert werden. Zudem werden einzelne Wasserspender besser erschlossen und das Speichervolumen der Wasserbehälter erhöht. Insgesamt investiert die Stadt Wien – Wiener Wasser pro Jahr bis zu 100 Millionen Euro in die Infrastruktur der Wasserversorgung.

Informationen zur Strategie „Wiener Wasser 2050“: wien.gv.at/wienwasser

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