75 Jahre Nachhaltigkeit mit Recycling

Foto: Austria Recycling, Papiersammlung

2020+:  KLIMASCHUTZ, CIRCULAR ECONOMY, SUSTAINABLE DEVELOPMENT GOALS RÜCKEN IN DEN MITTELPUNKT

Die Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen, Circular Economy und Ressourceneffizienz sind Bestandteil von allen internationalen geförderten Entwicklungsprojekten. Grundsätze und Prinzipien, die die Arbeit von Austria Recycling schon jahrzehntelang leiten werden nun breitenwirksam angegangen. Wie überhaupt bestehende gesellschaftliche Ungerechtigkeiten, Themen und Initiativen endlich ins öffentliche Bewusstsein gelangen, diskutiert und hoffentlich in näherer Zukunft gelöst bzw. vollständig integriert sein werden. Rechte von Minderheiten, Diversität, Chancengleichheit aller Geschlechter und Klimaschutz sind nur einige davon.

Die 2010er:  ÖSTERREICH GILT ALS UMWELTMUSTERLAND

In vielen ökologischen Konzepten – zB Abfallwirtschaft, Umweltmanagement – ist Österreich Vorbild für andere Staaten. Austria Recycling exportiert österreichisches Know-How weltweit, mit Schwerpunkt auf Asien. Der österreichische Verein hat sich als anerkannte Partnerorganisation für (internationale) Projekte zu Ressourcenschonung, Verbesserung der Ressourceneffizienz und Cleaner Production (RECP) in Organisationen etabliert. Austria Recycling verbindet dabei ihre ureigene Umweltkompetenz mit der Organisationsentwicklungskompetenz der Schwesterorganisation Gesunde Organisationen (GO).

Die 2000er:  „UMWELTSCHUTZ IST KEINE ‚END OF PIPE‘ LÖSUNG“ RÜCKT IN DEN MAINSTREAM.Wirtschaftstreibenden und PolitikerInnen wird zunehmend klar, dass Umweltschutz und Abfallvermeidung nicht in der Abfallwirtschaft (‚end of pipe‘) beginnen kann. Austria Recycling forscht über nachhaltiges Konsumverhalten und entwickelt mit der Schwesterorganisation Austria Recycling & Co Consulting Gmbh (ARECon) ein Programm für betrieblichen Umweltschutz, der umfassend gedacht ist, an der Quelle beginnt und insbesondere auf Klein- und Mittelbetriebe zugeschnitten ist.

Die 1990er:  DAS AUSMASS DER VERPACKUNGEN IM MÜLL NIMMT UNVERHÄLTNISMÄSSIG ZU

Abfallwirtschaftsgesetz und Verpackungsverordnung treten erstmals in Österreich in Kraft. Austria Recycling ist Teil des Kompetenz-Komitees zur Entwicklung und Umsetzung der Verpackungsverodnung, die die Finanzierung der Verpackungsentsorgung vom Kopf auf die Füße stellt: Verursachergerechtigkeit. Nicht mehr die Bürgerinnen und Bürger müssen dafür aufkommen, sondern die Industrie. Der Verein ist Geburtshelfer bei der Gründung des ARA Systems

Die 1980er: DIE SORGE UM DIE UMWELT NIMMT ZU

Das Umweltbewusstsein steigt rapide und erfasst schließlich Kommunalverantwortliche und Politiker. Die Altstoffsammlung wird zunehmend als wichtige Entsorgungseinrichtung im Abfallbereich verstanden. Austria Recycling geht mit professionell gemachten Informationskampagnen an die Öffentlichkeit, um die Bürgerinnen und Bürger in ihrem Umweltbewusstsein zu stärken und Handlungsoptionen (Mülltrennnung) aufzuzeigen. Altpapier- und Altglasentsorgung werden den ausgegliederten Gesellschaften Austria Papier Recycling GmbH (APR) und Austria Glas Recycling (AGR) übertragen.

Die 1970er:  DER ÖLPREISSCHOCK WIRFT EIN GRELLES LICHT AUF DEN WERT VON ROHSTOFFEN UND DEREN ENDLICHKEIT

Die Leitgedanken des inzwischen bundesweit tätigen Vereins wandeln sich. Die karitative Motivation tritt etwas zurück. Ressourcenökonomische Erfordernisse gewinnen an Gewicht. Austria Recycling entwickelt umfassende flächendeckende Entsorgungssysteme für ganz Österreich für Altpapier, Altglas, Altmetall. Diese treten anstelle der sporadischen Haussammlungen.Der Verein agiert an der Schnittstelle zwischen Bürgern, Kommunen, politisch Verantwortlichen und Industrien und entwickelt Entsorgungslösungen, die bis heute Bestand haben.

Die 1960er:  NEBENEINANDER BESTEHEN EIN ÜBERSCHUSSPROBLEM (MÜLLBERGE) UND EIN MANGELPROBLEM (ROHSTOFFKNAPPHEIT)

Austria Recycling startet gemeinsam mit dem Altstoffhandel und karitativen Organisationen die Altpapiersammlung um aus Minus und Minus Recycling-Plus zu machen

1946:  ÖSTERREICH LEIDET UNTER NACHKRIEGSWIRTSCHAFTLICHER KNAPPHEIT

Unter Patronanz des Handelsministeriums wird ein Verein gegründet und mit der Aufgabe betraut, die Industrie mit (Alt-)Rohstoffen zu versorgen: die Österreichische Produktionsförderungsgesellschaft ÖPG, die spätere Austria Recycling.

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