Rohabwassertransport mit HM-Pumpen im Abwasserwerk Büre (D)

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Mannlos und störungsfrei

Das neue Pumpenhaus in Büre. (c) abel

Praxisbericht: Das Abwasserpumpwerk Büre sollte erweitert werden und dennoch mannlos und vollautomatisch in Betrieb bleiben. Kolbenmembranpumpen der ABEL HM-Baureihe erfüllen die Anforderungen seit vielen Jahren.

Im Jahr 2010 wurde auf dem Sürenberg in Winterberg ein circa 15 Hektar großer Ferienpark mit knapp 120 Ferienhäusern gebaut, der bis Ende 2011 auf fast 200 Häuser anwuchs. Durch diese Neubaumaßnahme musste auch das bestehende Abwasserpumpwerk einer Neubetrachtung unterzogen werden. Während bis dato nur die Abwässer der bestehenden Gastronomiebetriebe, des Golfplatzes und des Schullandheims entsorgt werden mussten, stieg durch den Neubau des Ferienparks die Abwassermenge beträchtlich an.
Das bestehende Abwasserpumpwerk Büre verfügte über zwei mal zwei Drehkolbenpumpen, die jeweils in Reihe geschaltet waren. Um den erforderlichen Druck aufzubringen, müssen die Abwässer doch knapp 500 Meter weit bei einem Höhenunterschied von etwas über 60 Meter zur Kläranlage Elkeringhausen gefördert werden. Dort erfolgt die Reinigung des Abwassers. Der im Belebtschlammprozess anfallende, eingedickte Schlamm wird dann zur Kläranlage Züschen zur Entwässerung weitertransportiert.

Neue Kolbenmembranpumpen der ABEL HM-Baureihe

Auf der Kläranlage in Züschen ist seit 1982 eine ABEL Kolbenmembranpumpe zur Filterpressenbeschickung erfolgreich in Betrieb. Deshalb wurde auch für die Erweiterung des Pumpwerks Büre der Einsatz von ABEL Pumpen in Betracht gezogen. Das Ingenieurbüro Veldhuis in Winterberg wurde mit der Planung der Pumpwerkserweiterung betraut. Im Februar 2010 fanden die ersten Gespräche mit ABEL über den Einsatz von Kolbenmembranpumpen für die Rohabwasserförderung statt.
Da das Pumpwerk mannlos und vollautomatisch, also ohne Bedienpersonal betrieben wird, war die Verfügbarkeit neben einem hohen energetischen Gesamtwirkungsgrad das entscheidende Auswahlkriterium. Die Wahl fiel auf zwei Kolbenmembranpumpen der ABEL HM-Baureihe für eine Förderleistung von 10 beziehungsweise 15 Liter pro Sekunde gegen einen Förderdruck von bis zu zehn bar. Beide Pumpen sind mit Frequenzumformern ausgestattet, um die Förderleistung den anfallenden Abwassermengen anpassen zu können, und um einen sanften Anlauf gegen die geodätische Förderhöhe zu ermöglichen. Eine Niveauüberwachung im Zulauf des Pumpwerks dient als Start- und Stop-Signal für die Pumpen. Je nach anfallender Abwassermenge werden eine oder bei Spitzenlast sogar beide Pumpen parallel betrieben.

Mazerator zerkleinert Fremdstoffe

Ein den Pumpen vorgeschalteter Mazerator zerkleinert die im Abwasser vorhandenen Fremdstoffe auf drei bis vier Millimeter Partikelgröße. Die kleinere der beiden Pumpen wurde auf dem Platz der bis dato installierten Drehkolbenpumpen gesetzt. Für die größere Pumpe wurde das Pumpwerksgebäude erweitert.
Sie steht ebenerdig und muss dadurch eine geodätische Saughöhe von etwas über drei Meter überwinden, was von der Pumpe problemlos bewältigt wird. Die Inbetriebnahme der Pumpen erfolgte Ende 2010, und auch nach acht Jahren Betrieb arbeiten die Pumpen noch immer mit dem ersten Satz Ventilkugeln und -sitzen. Neben Kleinteilen musste in den acht Jahren lediglich an einer der beiden Pumpen eine Membrane vorsorglich getauscht werden. Die Erwartungen an einen mannlosen und störungsfreien Betrieb wurden also vollumfänglich erfüllt.

Die ABEL Kolbenmembranpumpe HMD-G-80-1000. (c) abel

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