Kleinwasserkraft Österreich begrüßt Ausstiegsplan für Erdgas

Foto: Wasserkraft - Wehranlage Göstling/Ybbs © Wien Energie / Fotostudio Wurst

Die Interessenvereinigung Kleinwasserkraft Österreich begrüßt den Einstieg in den Ausstieg aus (russischem) Erdgas und aus der Abhängigkeit in die uns frühere EntscheidungsträgerInnen aus mangelnder Weitsicht hineinmanövriert haben. VertreterInnen von Interessensvertretungen die in der Vergangenheit Versorgungssicherheit durch Energieimport erreichen wollten, werden aktuell Lügen gestraft. Der heute vorgelegte Plan von Energie- und Klimaschutzinisterin Leonore Gewessler bis 2027 völlig auf russisches Erdgas verzichten zu können, ist daher uneingeschränkt zu begrüßen. Gleichzeitig darf aber nicht verabsäumt werden den völligen Ausstieg aus fossilen Energieträgern weiter intensiv zu betreiben. Aus Kleinwasserkraft Sicht heißt dies aber weiterhin auch, dass jede in Österreich erneuerbar produzierte Kilowattstunde zählt. Neubau und Revitalisierung bestehender Kleinwasserkraftanlagen müssen also forciert werden und unverhältnismäßige und überschießende Vorgaben ohne ausreichend Nutzen welche die Produktionskapazitäten einschränken, müssen zügig reformiert werden. Hier ist auch das für die Gewässer und somit die Wasserkraft zuständige BMLRT und Ministerin Köstinger gefordert, endlich die entsprechenden Maßnahmen einzuleiten! Die bevorstehende Verordnung des neuen nationalen Gewässerbewirtschaftungsplanes würde dazu ausreichend Gelegenheit bieten.

Der Ausbau der Kleinwasserkraft ist insbesondere wegen der bereits vorhandenen Strukturen, sowie mit einer guten Verfügbarkeit und Prognosefähigkeit ein bedeutender Faktor in der Energiewende und somit auch ein wichtiger Baustein die Abhängigkeit von (russischem) Erdgas zu beenden. Gerade die aktuelle Preissituation und die Folgen des Krieges in der Ukraine verdeutlichen den Bedarf an heimischer, dezentraler Stromversorgung. „Hoffentlich werden auch diejenigen, die in der Vergangenheit den Ausbau massiv gebremst haben, endlich wirklich im Sinne der Versorgungssicherheit, des Wirtschaftsstandortes und der Energiewende handeln!“ so Kleinwasserkraft Österreich Geschäftsführer Paul Ablinger.

Über Kleinwasserkraft Österreich

Kleinwasserkraft Österreich vertritt die Interessen der Kleinwasserkraftwerksbranche (Kleinwasserkraftbetreiber, Planer und Zulieferindustrie), ist als gemeinnütziger Verein nach dem Vereinsgesetz organisiert und finanziert sich aus den Beiträgen von rund 1.100 Mitgliedern. Wasserkraft ist aktiver Klimaschutz und das Rückgrat der erneuerbaren Stromerzeugung in Österreich.

Derzeit produzieren annähernd 4.000 Kleinwasserkraftwerke ca. 6,5 Terawattstunden CO2-freien Ökostrom. Sie decken damit mehr als 10 Prozent des österreichischen Strombedarfs und versorgen rund 1,7 Mio. Haushalte (mehr als 50 Prozent der Haushalte in Österreich) mit elektrischer Energie. Bis 2030 kann die Produktion unter entsprechenden Rahmenbedingungen um ca. 3 Terawattstunden gesteigert werden.

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