Grünes Gas aus biogenen Abfällen durch Wels Strom

Foto: Grünes Gas aus biogenen Abfällen: Wels Stromwill jede zweite Anlage in Österreich bauen

Überall dort, wo in größeren Mengen organisches Material wie Grünschnitt, Biomüll, Gülle auch Klärwässer anfallen, lässt sich wertvolle Energie gewinnen. Bei der sogenannten anaeroben Vergärung – ohne Sauerstoff – entsteht Biogas, daraus können Strom und Wärme produziert werden. Das ist für Wels Strom nichts Neues: Seit 20 Jahren plant das Unternehmen solche Anlagen und errichtet diese vor allem in Österreich und Deutschland, 200 sind es insgesamt.

Biogas als nachhaltige und sichere Alternative.

Stark gestiegene Preise auf den Energiemärkten, Abhängigkeit von Importen und natürlich auch die Klimaschutzziele befeuern nachhaltige und sichere Alternativen. „Ökologie muss sich auch auszahlen, bei der jetzigen Entwicklung bekommen wir die Anschubförderung für grünes Gas direkt vom Markt“, sagt Friedrich Pöttinger. Wenn die Bundesregierung „raus aus Öl und Gas“ und eine Klimaneutralität 2040 vorgebe, könnten derart hohe Energiedichten nur mit Biogas oder Wasserstoff im bestehenden Gasnetz erreicht werden.

Wels Strom als Pionier.

Wenn wir die Klimaziele ernst nehmen, müssten in Österreich pro Jahr rund 50 Biogasanlagen in Betrieb gehen.“ Dieses Segment wolle Wels Strom in den kommenden Jahren zur Hälfte abdecken und damit einen großen Beitrag zum Erreichen von Klimazielen leisten. „Wir haben jenes Know-how, das der Markt jetzt braucht. Deshalb forcieren wir ab sofort den Bau dieser Anlagen“, kündigt der Geschäftsführer an. Um das Biogas auch ins Gasnetz einspeisen, also mit Erdgas mischen zu können, muss es zuvor gereinigt werden. Je nach Reinigungsgrad steigt der technische Aufwand. „Uns kommt bei diesem Prozess eine durchaus pionierhafte Rolle zu“, weiß Leopold Berger, Bereichsleiter Energiesysteme bei Wels Strom. „Unsere Verfahrenstechnik funktioniert sehr gut.“

Qualitative Ökoenergieerzeugung als Ziel.

Zwei neuere Anlagen von Wels Strom veredeln in Grieskirchen und Salzburg Biogas und speisen es ins Erdgasnetz ein. „Qualitative Ökoenergieerzeugung wie hier muss unser aller Ziel bei der Energiewende sein“, fordert Friedrich Pöttinger. „Die Energiemenge ist bei Biogas im Gegensatz zur Photovoltaik oder Windkraft genau planbar, das ist ein großer Vorteil. Eine Biogasanlage kann wetterunabhängig durchgehend betrieben werden, abzüglich einer Revision sicher 8.000 Stunden im Jahr, beim Wind hingegen sind es vielleicht nur 1000.

Zukunftsweisende Lösung aus Oberösterreich.

Wels Strom eröffnet mit der Anlage zur Veredelung von Biogas in grünes Gas eine sehr wichtige Perspektive für den nachhaltigen Energiemarkt in Österreich. Denn wir müssen die Energieimporte dringend und sehr schnell reduzieren“, ist Klaus Pöttinger, Geschäftsführer der Pöttinger Entsorgungstechnik, überzeugt. „Wir bauen die großen Biogasanlagen, Wels Strom macht daraus grünes Gas. Das ist eine ideale Kombination und zukunftsweisende Lösung aus Oberösterreich, um importiertes Erdgas zu ersetzen.“

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