EU schreibt Maßnahmen für Solar-Revolution vor

Foto: Photovoltaik im Agrarland

Die Europäische Kommission beschloss diese Woche das „REPowerEU“ Paket. Es sieht eine massive Forcierung der erneuerbaren Stromerzeugung vor, um damit die Energiewende voranzutreiben, die Energieunabhängigkeit zu beschleunigen und somit für eine langfristige Preisstabilisierung zu sorgen. Teil des Pakets ist auch die EU-Solarstrategie, die unter anderem folgende Maßnahmen vorsieht. Ermittlung geeigneter Standorte für Erneuerbare-Energien-Anlagen, sogenannte „Go-to-Areas“, mit beschleunigter Genehmigung

  • Verdopplung der Photovoltaik-Kapazität bis 2025 und Installation von 600 GW bis 2030
  • Solardach-Initiative mit einer schrittweisen gesetzlichen Verpflichtung zur Installation von Solarmodulen auf neu errichteten Gebäuden
  • Die Bekämpfung langwieriger Genehmigungsverfahren für große erneuerbare Energieprojekte nach dem „One-Stop-Shop“ Prinzip. Die Erlaubnis für die Installation von PV-Anlagen auf Dächern soll spätestens nach drei Monaten vorliegen

Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria) zeigt sich beeindruckt von der neuen Vorreiterrolle der EU die Solarrevolution voranzutreiben und der klaren Position in der solaren Energiewende. Die EU-Vorgabe „Go-to-Areas“ auszuweisen unterstützt was in Österreich bereits seit Längerem bekannt ist – der Ausbau der Photovoltaik benötigt neben Dachflächen auch den geordneten Ausbau auf der Freifläche. Wie die Stromerzeugung auf der Freifläche natur- und raumverträgliche umgesetzt wird, zeigt die Leitlinie des PV Austria (unter https://pvaustria.at/infobestellung/).

Landeshauptleutekonferenz: Handlungsauftrag annehmen und To-Dos umsetzen

Die aktuell in Bregenz tagende Landeshauptleutekonferenz muss diesen klaren Handlungsauftrag der EU annehmen und rasch tätig werden, denn die Liste der To-Do’s für die Energiewende in den Bundesländern ist lang. Besonders bei PV-fitten Bau- und Raumordnungen mit der Ausweisung von Flächen, die zur umweltfreundlichen Stromproduktion genutzt werden können, gibt es massiven Handlungsbedarf. Oberste Priorität hat vor allem aber auch die Schaffung der dringend benötigen Stromnetzkapazitäten. PV Austria erwartet sich nun eine rasche und ernst gemeinte Umsetzung der EU-Vorgaben auf Landesebene.

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