OeEB steigert Neugeschäft im Jahr 2022 deutlich

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Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) hat 2022 im Auftrag des Bundesministeriums für Finanzen (BMF) insgesamt rund 304 Mio. Euro an neuen Krediten und Beteiligungen bereitgestellt. Besonders im Bereich Klimaschutz, der als Querschnittsziel fest in der Strategie verankert ist, konnte das Geschäftsvolumen deutlich gesteigert werden. Die OeEB ist damit weiterhin einer der größten internationalen Klimafinanzierer Österreichs.

Nach der COVID-19-Pandemie stellen die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine und die hohe Inflation besonders auch Entwicklungs- und Schwellenländer vor große Herausforderungen und schränken deren finanziellen Spielraum zum Teil erheblich ein. Darüber hinaus verschärfen die Folgen des Klimawandels den Druck, die Wirtschaftsstrukturen rascher an die sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen. Laut dem europäischen Erdbeobachtungsprogramm Copernicus war das Jahr 2022 für ein Viertel der Menschheit das wärmste Jahr überhaupt und weltweit das fünftwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.

„Angesichts dieser Herausforderungen und Krisen kommt Entwicklungsbanken wie der OeEB eine wichtige Rolle zu, indem sie dringend benötigtes Kapital für wirtschaftlich tragfähige Projekte bereitstellen. Wir konnten 2022 besonders unser Engagement zur Bekämpfung der Klimakrise weiter ausbauen: Von Windenergie und Energieeffizienzmaßnahmen in Serbien, über Green Loans für KMU in Ecuador, bis hin zur ersten vollelektrischen Busflotte für den öffentlichen Nahverkehr in Vietnam – mit unseren Finanzierungen ermöglichen wir Investitionen, die Treibhausgasemissionen verringern und einen positiven Klimabeitrag leisten“, betont Sabine Gaber, Mitglied des Vorstandes der OeEB.

Mobilisierung des privaten Sektors

Um die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) zu realisieren, ist es vor dem oben skizzierten Hintergrund wichtiger denn je, Mittel vom privaten Sektor zu mobilisieren. Der Gutmann OeEB Impact Fund, der Ende 2019 gemeinsam von der OeEB und der Bank Gutmann initiiert wurde, hat im April des letzten Jahres erfolgreich die Phase der Kapitalaufnahme beendet und erreichte mit 72 Mio. Euro sein finales Closing. Innerhalb der Laufzeit sollen zehn Investitionen in Zielfonds getätigt werden, welche wiederum direkt in kleine und mittelständische Unternehmen des Privatsektors oder Finanzinstitutionen investieren.

Vorstandsmitglied Michael Wancata: „Mit dem Gutmann OeEB Impact Fund geben wir privaten Anlegern die Möglichkeit, ihr Kapital ertragreich und auch sinnstiftend anzulegen. Übergeordnetes Ziel ist dabei die Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Insbesondere trägt der Fonds zur Schaffung von guter und fairer Beschäftigung, dem Anstieg von lokalem Einkommen und der Entwicklung von Märkten und Sektoren bei. Per Ende 2022 wurde damit mehr als 4,5 Millionen bisher unterversorgten Privatkunden der Zugang zu Finanzdienstleistungen ermöglicht. Und bis 2025 sollen durch die Investitionen der Zielfonds über 230.000 neue lokale Arbeitsplätze geschaffen werden.“

Starkes Engagement in Afrika

Die OeEB hat es sich in ihrer Strategie zum Ziel gesetzt, ihre Aktivitäten in Afrika und den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt auszuweiten. Im Dezember 2018 wurde die African-Austrian SME Investment Facility (AAIF) ins Leben gerufen, um Unternehmen aus Österreich oder der Europäischen Union im Aufbau von Unternehmen oder der Entwicklung von Projekten in Afrika zu unterstützen. Aufgrund des bisherigen Erfolges des Instruments und des großen Interesses seitens österreichischer Unternehmen haben das BMF und die OeEB die Investmentfazilität im Jänner 2023 um weitere drei Jahre verlängert und um 20 Millionen Euro aufgestockt.

Ergebnisse auf einen Blick

Die OeEB hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von 3,65 Mio. Euro (2021: 5 Mio. Euro) erwirtschaftet. Das Betriebsergebnis lag bei 6,7 Mio. Euro (2021: 7 Mio. Euro). Bei einem Neugeschäft von rund 304 Mio. Euro (Investitionsfinanzierungen und Beteiligungen) belief sich das Gesamtportfolio an Krediten und Beteiligungen mit Jahresende auf 1,62 Mrd. Euro. Für projektbegleitende Maßnahmen zur Verstärkung entwicklungspolitischer Effekte stellte die OeEB 0,82 Mio. Euro zur Verfügung. Diese Projekte wurden erneut zur Gänze aus eigenen Mitteln finanziert.

Der Geschäftsbericht der OeEB ist online unter https://www.oe-eb.at/publikationen verfügbar.

Über die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB)

Die Oesterreichische Entwicklungsbank AG (OeEB) ist seit 2008 die Entwicklungsbank der Republik Österreich und zu 100 Prozent im Besitz der Oesterreichischen Kontrollbank AG. Als Spezialinstitut finanziert sie private Investitionsvorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern, die sowohl wirtschaftlich als auch entwicklungspolitisch sinnvoll sein müssen. Projektbegleitend werden Programme unterstützt, mit denen zusätzliche Entwicklungseffekte erzielt werden. www.oe-eb.at.

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