Umweltministerin Gewessler untersagt Bau des Lobautunnels

Grafik: Lobautunnel

In einer Pressekonferenz hat die für Umwelt und Mobilität zuständige Bundesministerin Leonore Gewessler die Entscheidungen zum Klimacheck verschiedener Straßenbauprojekte bekanntgegeben. Der Lobautunnel werde nicht gebaut. Sie beendet damit fürs erste ein jahrzehntelang geplantes Projekt. Die Stadt Wien hat für diesen Fall bereits Klagen gegen die Ministerin angekündigt. Die Errichtung der Schnellstraße S34 im niederösterreichischen Traisental wird ebenfalls nicht wie geplant umgesetzt. “Mehr Straßen bedeutet mehr Autos. Mehr Straßen führt zu mehr Verkehr“, argumentiert Gewessler. Weiters seien die ursprünglichen Planungen von vor mehr als 20 Jahren überholt. Es gelte die Natur und Umwelt heute zu schützen.

Die ebenfalls geplante Stadtstraße, die von der Stadt Wien errichtet werden soll, ist von diesem Klimacheck nicht umfasst. Sollte die Stadt die Stadtstraße bauen wollen, so werde die ASFINAG auch die S1-Spange im Norden der Stadt errichten, kündigte Gewessler an. Dazu soll es Gespräche mit der Stadt Wien und dem Land Niederösterreich geben.

Die Grünen hatten übrigens das Projekt in der Zeit akzeptiert, als sie in der Wiener Stadtregierung waren. Seit sie dort nicht mehr beteiligt sind, erfolgte ein schärferer Ton gegen diese.

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