Österreichische Milch hat europaweit die beste Klimabilanz

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Österreich ist weltweit das einzige Land mit garantiert gentechnikfreier Produktion von Milch. Die Treibhausgasemissionen je Liter Kuhmilch liegen in Österreich laut Zahlen von IFEU und FAO bei 1 kg CO2. Der EU-Durchschnitt liegt bei 1,4 kg. Grund sind geringe Futtermittelimporte sowie die überwiegend nachhaltig geführte Landwirtschaft. Am 1. Juni ist Welt-Milch-Tag.

Wien (OTS) – Am internationalen Tag der Milch machen viele Medien traditionell auf die Situation der heimischen und internationalen Milchwirtschaft aufmerksam. „Den Klimaaspekt spart man bei Diskussionen rund um die Produktion von Milch aber gerne aus“, wie Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser findet. Dabei haben Österreich und die heimische Milchwirtschaft beim Aspekt Nachhaltigkeit viel zu bieten. „Wir teilen uns mit Irland und Deutschland den ersten Platz in puncto Nachhaltigkeit je erzeugtem Liter Milch. Fast kein anderes Land der Europäischen Union kann Milch so nachhaltig und umweltschonend herstellen wie Österreich“, sagt Strasser.

Grund dafür ist die vorwiegend grünlandbasierte Rinderhaltung, eine Form der Landwirtschaft, die auf einen hohen Selbstversorgungsgrad bei Futtermitteln und auf Grünfutter wie zum Beispiel Gras, Heu oder Silage setzt. Die Treibhausgasemissionen je Liter Kuhmilch liegen in Österreich ähnlich wie in Deutschland und Irland laut Zahlen von IFEU und FAO bei 1 kg CO2. Der EU-Durchschnitt liegt bei 1,4 kg. Grund für die niedrigen Werte in Österreich ist unter anderem der geringere Einsatz von Futtermittelimporten, die zumeist zu Landnutzungsänderungen und somit zur Freisetzung von großen Mengen an im Boden gebundenem CO2 führen.

Qualitätsweg fortsetzen, Kooperationen stärken

Österreichs Milchsektor musste im Zuge der Corona-Krise – wie viele andere Sektoren auch – Federn lassen. Nach optimistischen Prognosen am Ende des ersten Quartals 2020 hat die Corona-Krise auch am Milchmarkt für Verunsicherung und für geänderte Absatzwege gesorgt. „Trotz all der Unsicherheiten der vergangenen Wochen und Monate ist der Qualitätsweg unser einziges Ziel. Eine verlässliche Partnerschaft mit Molkereien und Lebensmitteleinzelhändlern ist die Basis dafür“, so Strasser. Beim „Österreich isst regional“-Gipfel der Bundesregierung gab es bereits positive Signale in Richtung mehr Regionalität. „Daran werden wir vehement festhalten, um für die Bäuerinnen und Bauern in diesem Land bessere Rahmenbedingungen und Zukunftsperspektiven zu schaffen“, so Strasser abschließend.

Der Weltmilchtag wird einmal jährlich organisiert (meistens am 1. Juni), um international für den Konsum von Milch zu werben. Er wurde von der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und dem Internationalen Milchwirtschaftsverband (IDF) ins Leben gerufen und in über 30 Ländern veranstaltet. Milch soll als natürliches und gesundes Getränk weltweit und für alle Altersstufen beworben werden. Der Internationale Tag der Milch fand 2007 zum 50. Mal statt.

Der Weltmilchtag ist nicht mit dem Weltschulmilchtag der FAO zu verwechseln, der am letzten Mittwoch im September begangen wird.

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