Bundesland Niederösterreich belohnt umweltschädigendes Verhalten

Foto: Verkehr © Image by Jonas Hasselqvist from Pixabay
Verkehr © Image by Jonas Hasselqvist from Pixabay

Das Bundesland Niederösterreich belohnt umweltschädigendes Verhalten und passt zum 1. Jänner 2026 die Richtlinien der NÖ Pendlerhilfe an. Die NÖ Pendlerhilfe ist ein Förderinstrument des Landes Niederösterreich und wird all jenen gewährt, die für den Weg zur Arbeit finanzielle Aufwendungen tragen müssen. Maßgeblich für die Berechnung ist die kürzeste Entfernung zwischen Wohnsitz und Arbeitsstätte. Gerade ländliche Regionen tragen erheblich zu Umweltschäden bei: Hoher Flächenverbrauch und starkes Verkehrsaufkommen sind die Hauptursachen.

Mit den neuen Richtlinien werden die Einkommensgrenzen angehoben, um den aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen Rechnung zu tragen und mehr Menschen den Zugang zur Förderung zu ermöglichen. So wird die Grenze für Einpersonenhaushalte künftig bei 2.200 Euro liegen, für Alleinerziehende und Paare ohne Kinder bei 3.960 Euro, für Haushalte mit einem Kind bei 4.840 Euro und für jedes weitere Kind erhöht sich die Grenze um 880 Euro.

Besonders gefördert werden weiterhin jene, die öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Pendler, die eine personenbezogene Jahreskarte besitzen, erhalten zusätzlich einen sogenannten „ÖKO-Bonus“ in Höhe von 20 Prozent der berechneten NÖ Pendlerhilfe. Positiv hervorzuheben sind Park-&-Ride-Anlegen, die die Benützung öffentlicher Verkehrsmittel begünstigen.

Die NÖ Pendlerhilfe beträgt vier Euro pro Tageskilometer für Hin- und Rückfahrt zusammen. Die maximale Fördersumme liegt bei 1.000 Euro pro Jahr beziehungsweise bei 1.200 Euro, wenn der ÖKO-Bonus zur Anwendung kommt.

Mittel- bis langfristig müssen insbesonders die Bundesländer umfassende strukturelle Maßnahmen setzen, um stärker zum Umweltschutz beizutragen. Dazu zählen Einschränkungen beim Flächenverbrauch inklusive Renaturierung sowie die Eindämmung von Verkehr. Niederösterreich weist mit einer Verkehrsleistung von rund 15.000 mit dem Pkw gefahrenen Kilometern pro Jahr die höchste Verkehrsleitung in Österreich auf.