Mit Elektromobilität gestärkt aus der Krise

Animation: Ladestation

Vor der Krise zählte Österreich zu den Vorzeigeländern für Elektromobilität in Europa: Die Neuzulassungen von E-Fahrzeugen stiegen kontinuierlich und die Ladeinfrastruktur wuchs auf mehr als 5.000 Ladepunkte. Anfang April 2020 meldete die Statistik Austria erstmals leicht rückläufige Zahlen bei den Neuzulassungen.

Wien (OTS) – Im 1. Quartal 2020 wurden in Österreich 2.428 vollelektrische Elektroautos neu angemeldet; das waren um 4,5 Prozent weniger als im Vergleichsquartal des Vorjahrs. Insgesamt stieg der Anteil der Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf 4,4 Prozent aller Neuzulassungen an. Der Bestand der reinen E-Autos in Österreich beträgt knapp 32.000 – siehe dazu die aktuellsten BEÖ-Statistiken.

Rückgänge an der Strom-Ladesäule

Im Zuge des vierwöchigen Lockdown kam es zu einem deutlichen Rückgang der Mobilität insgesamt. Die Menschen blieben zu Hause, arbeiteten im Home-Office und reduzierten ihre (E-)Autofahrten. „In dieser Zeit war Österreichs größtes und dichtestes Ladenetz uneingeschränkt in Betrieb, auch wenn die Nutzung je nach Region um 40 Prozent, zum Teil sogar bis zu 70 Prozent, zurück ging“, sagt Ute Teufelberger, Vorsitzende des Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ). Das ergab eine im April durchgeführte Blitzumfrage unter den Partnerunternehmen des BEÖ.

Klimafreundlich und e-mobil aus der Krise

Die österreichischen Energieunternehmen haben in den letzten Jahren massiv in den Ausbau der Ladeinfrastruktur investiert. „Wir sehen Elektromobilität aus Erneuerbarer Energie als einen wichtigen Baustein, um gestärkt aus der Krise zu gehen“, ist BEÖ-Vorsitzende Ute Teufelberger überzeugt. „Klimaschutz und nachhaltige Mobilität müssen auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.“ Mit seinem 5-Punkte-Programm ‚Für mehr E-Mobilität in Österreich’ bekennt sich der BEÖ zu den österreichischen Klima- und Energiezielen 2030. Es enthält konkrete Vorschläge, wie zum Beispiel notwendige rechtliche Anpassungen im Miet- und Wohnrecht. „Jetzt geht es darum die Weichen zu stellen, um den erfolgreichen Weg der Elektromobilität in Österreich weiter fortzuführen“, so Ute Teufelberger abschließend.

Der Bundesverband Elektromobilität Österreich (BEÖ vertritt die Interessen von elf Energieunternehmen in Österreich und setzt sich für den flächendeckenden Ausbau mit Elektromobilität unter Verwendung von Erneuerbarer Energie in Österreich ein. Zu den Aufgaben des BEÖ gehört die Verbesserung der gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Ausbau der E-Mobilität in Österreich als nachhaltiges und zukunftsweisendes Mobilitätskonzept. Die Mitglieder des BEÖ sind: Energie AG Vertrieb GmbH, Energie Burgenland Wärme und Service GmbH, Energie Graz GmbH & Co KG, Energie Steiermark Kunden GmbH, EVN AG, Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB), KELAG-Kärntner Elektrizitäts-Aktiengesellschaft, LINZ Strom GmbH, Salzburg AG, illwerke vkw AG (vkw), Wien Energie GmbH.

Weitere Infos: www.beoe.at

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