Österreichs Wälder sind auf einem guten Weg

Foto: Wald

„Die jüngst veröffentlichten FAO-Zahlen zum Zustand der Wälder bestätigen eindrucksvoll den österreichischen Weg der Forstwirtschaft. Nachhaltige Bewirtschaftung bewirkt zweierlei: Die Treibhausgase werden weniger, der Wald wird mehr. Österreich steht mit Schweden, Finnland, Lettland und Dänemark in der EU an der Spitze beim Einsatz erneuerbarer Energien. In diesen Ländern liegt der Anteil der Erneuerbaren bereits jetzt deutlich über 30 % und ist damit fast doppelt so hoch als der EU-Durchschnitt. Der besondere Erfolg der EU-Top-5 beruht darauf, dass in diesen Ländern über mehrere Jahrzehnte durch aktive Waldbewirtschaftung gleichzeitig eine deutliche Steigerung des Bioenergieeinsatzes und eine Erhöhung des Holzvorrates umgesetzt wurde. Dies kann nur durch die in der Praxis seit Generationen gelebten Prinzipien der nachhaltigen Waldwirtschaft gelingen, die alle Funktionen des Waldes, also die Schutz-, Nutz-, Wohlfahrts- und Erholungsfunktion, gleichzeitig berücksichtigt. Um jedoch dieses generationsübergreifende Nachhaltigkeitskonzept aktiv erhalten zu können, müssen Waldbesitzer auch in Zukunft durch die Waldbewirtschaftung ausreichend Einkommen generieren können“, stellte Landwirtschaftskammer (LK) Österreich-Präsident Josef Moosbrugger zum jüngsten Waldbericht der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) fest.

FAO bestätigt: EU ist globales Vorbild

Die FAO erstellt im Fünfjahres-Rhythmus einen umfassenden Bericht über den globalen Zustand der Wälder (Global Forest Resources Assessment – FRA). Der diese Woche veröffentlichte Report untersuchte 236 Länder und Gebiete im Zeitraum von 1990 bis 2020 und bestätigt die Vorbildrolle Europas: In der EU wurde die Waldfläche innerhalb von 30 Jahren von 145 auf 159 Mio. ha ausgeweitet. Dieser Zuwachs um 14 Mio. ha entspricht der gesamten Landesfläche von Österreich, der Slowakei und Slowenien zusammengenommen. Nicht nur die Waldfläche, sondern auch der Holzvorrat wurde in der EU-27 gemäß FAO-Daten durch die nachhaltige Waldbewirtschaftung von 19,4 Mrd. Festmeter (fm) im Jahr 1990 auf 27,6 Mrd. fm im Jahr 2020 erhöht. Das ist ein Anstieg in drei Jahrzehnten um 8,2 Mrd. fm beziehungsweise um durchschnittlich 275 Mio. fm pro Jahr.

Weniger Treibhausgase

„Wir nutzen deutlich mehr Bioenergie aus Nebenprodukten der Holzverwertung und stoppen damit die Verbrennung klimaschädlicher fossiler Energieträger. Dadurch, dass wir vermehrt Holz in der Bauwirtschaft und in der Inneneinrichtung verwenden, ersetzen wir energieintensive Materialien wie Stahl und Beton. Und eine aktive, multifunktionale Waldbewirtschaftung erhöht Resilienz sowie Ertragskraft der Wälder und sichert Wertschöpfung und Arbeitskräfte im ländlichen Raum. Durch das deutliche Plus an stehendem Holzvorrat haben die Wälder der EU-Top-5 in den letzten 30 Jahren darüber hinaus auch noch einige Milliarden Tonnen CO2 gebunden und damit die Atmosphäre zusätzlich von klimaschädlichen Treibhausgasen entlastet“, so Moosbrugger abschließend.

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