Keine Erholung bei Investitionen in Windkraft in Sicht

Foto: IG Windkraft Grafik

Heute präsentierte der europäische Windenergie Verband WindEurope die aktuellen Investitionszahlen in die Windkraft in Europa. Während die Investitionszusagen für den Windkraftausbau am Meer in Europa so hoch sind wie nie zuvor, erholt sich der Windkraftausbau an Land nicht. Mit 16,5 Mrd. Euro kommen die Investitionszusagen in Europa unter den niedrigsten der letzten 10 Jahre zu liegen. Dabei sind sie um 8 Prozent niedriger als noch 2019. Nur das Jahr 2017 – jenes Jahr in dem Deutschland den Mechanismus zur Fördervergabe gewechselt und auf Ausschreibungen umgestellt hat – war mit 15,2 Mrd. Euro noch knapp darunter. In der Zeit vor 2017, in der die meisten europäischen Staaten noch mit Einspeisetarifen förderten, lagen die Investitionen im Schnitt bei 20 Mrd. Euro. In den Jahren nach 2017 sind diese um 17 Prozent eingebrochen und dümpeln auf niedrigem Niveau herum.

Investitionen passen mit Zielen nicht zusammen

Mit 16,5 Mrd. Euro können im nächsten Jahr voraussichtlich 13 GW Windkraftleistung an Land in Europa errichtet werden. Rechnet man die Rekordinvestitionen bei Offshore noch dazu, ist damit ein Ausbau in Summe von 20 GW Windkraftleistung möglich. Dieser Wert liegt aber deutlich unter dem Ausbauerfordernis von 27 GW pro Jahr, das nötig ist, um die EU-Ziele des Green Deals erreichen zu können. Dies liegt aber nicht am verfügbaren Investitionskapital, sondern an den Rahmenbedingungen für den Windkraftausbau in Europa. „Die Technologie ist verfügbar und das Geld auch, aber die richtigen Rahmenbedingungen fehlen“, bringt es Giles Dickson vom europäischen Windenergie Verband WindEurope auf den Punkt.

EAG muss Richtung weisen

„Europa ist seit 2017 beim Windkraftausbau aus dem Tritt geraten“, erklärt Moidl: „In vielen Ländern wurden seither die Rahmenbedingungen für den Windkraftausbau in Europa sukzessive verschlechtert. In Österreich gab es auch eine schädliche Stop-and-Go-Politik beim Ökostromgesetz. Damit muss nun Schluss sein.“ Derzeit liegt das EAG im Parlament und wird zwischen Regierung und Opposition verhandelt. „Damit das EAG wirklich zum Erfolgsgesetzt werden kann müssen jetzt die letzten Stolpersteine beseitigt werden“, fordert Moidl: „Wir vertrauen auf die österreichischen Politiker*innen, dass sie die Zeichen der Zeit erkennen und endlich mit dem EAG den Weg frei machen für eine offensive Energiewende und den Klimaschutz in Österreich. Dann kann Österreich wieder zum Vorreiter in Europa werden.“

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