Österreich investiert in die Wasserinfrastruktur

Foto: Trinkwasser

Gerade in Krisenzeiten ist eine funktionierende Wasser-Infrastruktur immens wichtig – der weitere Ausbau belebt zudem die Konjunktur in den Regionen. Daher wird die Bundesregierung 82,5 Mio. Euro über mehrere Projekte verteilt investieren und damit rund 5.000 Arbeitsplätze sichern.

Wien (OTS) – Die Versorgung der Bevölkerung mit erstklassigem Trinkwasser, die Entsorgung der Abwässer und der Schutz vor Hochwasser sind wichtige Aufgaben der öffentlichen Verwaltung. Heute genehmigte Bundesministerin Elisabeth Köstinger nach Befassung die Kommission Wasserwirtschaft insgesamt 765 Wasser-Projekte. „Wasser ist für Mensch und Natur lebenswichtig, es ist unsere kostbarste Ressource. Investitionen in die Wasser-Infrastruktur haben deshalb höchste Priorität. Die reibungslose Versorgung der österreichischen Bevölkerung mit sauberem und ausreichendem Trinkwasser hat sich speziell in der Corona-Krise bestens bewährt. Die letzten Wochen haben klar gezeigt, dass die Wasserwerke auf Krisen- und Notsituationen bestens vorbereitet sind. Dazu tragen die Investitionen des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus maßgeblich bei “, betont Bundesministerin Elisabeth Köstinger.

37,4 Millionen für die wichtige Trink- und Abwasserwirtschaft

Zur Versorgung der Bevölkerung mit erstklassigem Trinkwasser rund um die Uhr und die fachgerechte Entsorgung der Abwässer setzen Gemeinden und Länder gemeinsam mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus in ganz Österreich wichtige Projekte um. Diese müssen nicht nur gut geplant, sondern auch finanziert werden. Mit der heutigen Förderungszusage von Bundesministerin Köstinger wurden die Mittel für 638 Projekte für die kommunale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung mit insgesamt 37,4 Millionen Euro freigegeben.

Im Bereich der Trinkwasserversorgung sind durch die schon deutlich spürbaren Auswirkungen des Klimawandels Anpassungsmaßnahmen erforderlich. Wetterextreme, höhere Temperaturen und längere Trockenperioden können auch in Österreich zur kleinräumigen Wasserknappheit führen. Das ist für die Wasserversorgung eine große Herausforderung. Um die Bevölkerung weiterhin mit dem nötigen, sauberen und hochwertigen Trinkwasser versorgen zu können, werden Maßnahmen wie der Bau von Verbundleitungen und die Erkundung von neuen Trinkwasser-Ressourcen durch die Mittel des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus gefördert. Das sind wichtige Investitionen in eine sichere Trinkwasserversorgung auch in Zukunft.

Bevölkerung erhält ein Stück Natur als attraktiver Lebensraum zurück

Ein positiver ökologischer und gesellschaftlicher Nutzen ist mit den Projekten der Gewässerökologie verbunden. Hier wird die Gewässerstruktur, zum Beispiel durch Vernetzung von Gewässern oder durch Wanderhilfen für Fische, verbessert. Das bringt sowohl für die Natur selbst als auch für die Erholungsfunktion von Gewässern einen wesentlichen gesellschaftlichen und touristischen Mehrwert mit sich. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus unterstützt mit diesen Förderungen auch dringend notwendige Projekte zur Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichlinie in Österreich. Hier bedarf auch in Zukunft noch großer Anstrengungen.

Bundesministerin Köstinger genehmigt heute dazu 13 Projekte im Bereich Gewässerökologie mit einer Gesamtförderung in der Höhe von 5,1 Millionen Euro. Durch diese können Wehre und Rampen wieder für Fische passierbar gemacht und rund 8 km Flusslauf renaturiert werden.

40 Millionen Euro für den Schutz vor Hochwasser

Der Schutz vor Naturgefahren wird auch in Zukunft im Fokus der Aufmerksamkeit stehen. „Wir investieren seit vielen Jahrzehnten konsequent in den Hochwasserschutz, damit das Hochwasserrisiko nicht weiter verschärft wird“, erläutert Köstinger. Im Bereich Hochwasserschutz gab die Bundesministerin heute grünes Licht für insgesamt 114 Projekte für einen vorbeugenden Hochwasserschutz bzw. zur Instandhaltung von bestehenden Anlagen mit einer Bundesfinanzierung von rund 40 Millionen Euro. Durch diese Projekte können rund 2.000 Häuser und 6.000 Menschen hinkünftig besser vor Hochwasserereignissen geschützt werden.

Ein Investitionsvolumen von rund 280 Millionen Euro wird ausgelöst

Die von der Bundesministerin Köstinger genehmigten Förderungsansuchen haben ein Gesamtausmaß von 82,5 Millionen Euro und lösen ein Investitionsvolumen von rund 280 Mio. Euro aus. „Dadurch werden rund 5.000 Arbeitsplätze in verschiedenen Bereichen wie Planung oder Baugewerbe gesichert, was gerade in der aktuellen Lage besonders wichtig ist. Wir werden uns bemühen, noch vor dem Sommer weitere Förderungsmittel freizugeben, damit diese so schnell wie möglich für wichtige Wasser-Infrastrukturprojekte und den Schutz der Bevölkerung vor Hochwasser zur Verfügung gestellt werden können,“ unterstreicht Bundesministerin Elisabeth Köstinger abschließend die Bedeutung dieses Wasser-Konjunkturpakets, gerade jetzt.

Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Homepage des Ministeriums.

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