IG Holzkraft kritisiert Verzögerung beim EAG

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Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) wird erneut auf die lange Bank geschoben. Obwohl die Begutachtungsfrist vor vier Monaten zu Ende ging, bleibt das Warten weiterhin vergeblich. Ein weiterer Schritt in die falsche Richtung. Die Branche verliert zunehmend an Geduld. „Wieder und wieder weisen wir auf die diversen positiven Aspekte hin, die das EAG mit sich bringen würde. Aber nicht nur Klima und Infrastruktur leiden unter dieser Verschleppung.“, argumentiert Hans-Christian Kirchmeier, Vorsitzender des Vorstands der IG Holzkraft. „Viele Betreiber und auch deren Mitarbeiter kämpfen mit der Unsicherheit und ihren Folgen. Es ist absurd, gerade in so einer Zeit mit den Existenzen von Menschen zu spielen.“

Ein großer Faktor der Verzögerungen ist die Uneinigkeit der Koalitionspartner über den Ausbau der Gasinfrastruktur. Die Rolle von Biogas im künftigen Energiemix Österreichs sowie der Ausbau des Gasnetzes sind offenbar die Streitthemen unter den Parteien und deren Einbindung in das EAG hält dessen Inkrafttreten weiter auf. „Keiner will bestreiten, dass grünes Gas ein wichtiges Thema für die Energiezukunft ist und auch hier die Gesetzeslage gut durchdacht sein soll. Trotzdem haben wir für ein Junktimieren kein Verständnis. Es kann doch nicht sein, dass die unverzügliche Umsetzung der Energiewende dem Ausbau der Gasinfrastruktur geopfert wird.“, so Kirchmeier.

Hintergrund-Information
Die IG Holzkraft ist die Interessensvertretung der Betreiber von Holzkraftwerken. Unser Ziel ist es, die wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen von Holzkraftwerken stetig zu verbessern. Dadurch sichern wir den Erhalt und Ausbau der Holzkraftwerke und ihren Beitrag für die Versorgung Österreichs mit Erneuerbarer Energie heute und in Zukunft.

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