2024 wurde das Wiener Unternehmen Ebinger mit dem Österreichischen Klimasiegel für seine CO₂-neutrale Produktion ausgezeichnet. Heute zieht der Verkehrstechnik-Pionier eine positive Bilanz: Die klimabewusste Herstellung konnte nicht nur bei erfolgreichem Geschäftsbetrieb fortgesetzt, sondern auch weiter optimiert werden – und das bei gleichbleibend hoher Produktqualität. Ein zentrales Element dieser nachhaltigen Unternehmensstrategie sind die innovativen Holzverkehrsschilder, die mittlerweile in mehreren österreichischen Gemeinden im Einsatz sind. Ergänzt werden sie von Klimaschutzprojekten, die das Unternehmen in Österreich unterstützt.
„Die Auszeichnung mit dem Klimasiegel war für uns kein Ziel, sondern ein Anfang“, betont Ebinger-Geschäftsführer Wolfgang Hammer. „Wir wollten beweisen, dass CO₂-Neutralität und industrieller Standard kein Widerspruch sind. Ein Jahr später können wir sagen: Es funktioniert – und es funktioniert dauerhaft.“
CO₂-neutrale Produktion: Nachhaltigkeit im industriellen Maßstab
Die Herstellung der Ebinger-Verkehrsschilder erfolgt heute vollständig klimaneutral. Das Unternehmen setzt dabei das Prinzip Vermeiden, Reduzieren und Kompensieren: Emissionen, die nicht vermieden werden können, werden seit 2024 durch Bindung von CO₂ vollständig ausgeglichen – in Form einer ökologisch hochwertige Blühwiese im Burgenland. Im Zuge dieses Biodiversitätsprojekts hat Ebinger 1,25 Hektar Blühstreifen und 0,8 Hektar strukturreiche Rückzugsflächen geschaffen – eine Fläche, die jährlich rund 45 Tonnen CO₂-Äquivalente in Vegetation und Böden bindet zugleich die Artenvielfalt von Flora und Fauna fordert.
Ein weiterer zentraler Bestandteil liegt in der Produktentwicklung: Neben herkömmlichen Verkehrsschildern aus Aluminium bietet Ebinger inzwischen eine umweltfreundliche Alternative aus nachhaltig gewonnenem Holz an. Die Schilder sind ebenso TÜV-zertifiziert, langlebig und witterungsbeständig und verbrauchen bei der Produktion rund zwei Drittel weniger Energie. In konkreten Zahlen: Nur 9,7 statt 26,7 Kilogramm CO₂-Äquivalent pro Quadratmeter „Verkehrsschildfläche“. Das verwendete Holz stammt vollständig aus nachhaltiger europäischer Forstwirtschaft und ein eigens entwickeltes Produktionsverfahren sorgt dafür, dass die Holzschilder auch bei langfristigem Außeneinsatz maßhaltig und widerstandsfähig bleiben.
„Unsere Holzschilder sind ein Beispiel dafür, dass ökologisches Denken und technologische Innovation zusammenwirken können“, erklärt Hammer. „Sie stehen für eine neue Generation von Verkehrstechnik – sichtbar nachhaltig, ohne Kompromisse bei Sicherheit und Funktionalität.“
Nachhaltigkeit im öffentlichen Raum: Holzschilder im Einsatz
Mehrere Gemeinden und Städte setzen bereits auf die klimaneutrale Produktlinie von Ebinger. So sind die Holzschilder unter anderem in Böheimkirchen, Gutenstein (beide Niederösterreich) sowie in Wien im Einsatz – unter anderem im Rahmen der Neugestaltung des Christian-Broda-Platzes im November 2024. Dort tragen sie zur optischen Aufwertung des öffentlichen Raums und zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks bei.
70-jährige österreichische Unternehmensgeschichte
Ebinger bleibt damit seiner über 70-jährigen Innovationsgeschichte treu: Schon 1950 war das Unternehmen maßgeblich an der Einführung rückstrahlender Verkehrsschilder beteiligt – eine Neuerung, die damals die Verkehrssicherheit revolutionierte. Heute setzt Ebinger diesen Weg fort, indem es Nachhaltigkeit zum Leitprinzip moderner Verkehrsinfrastruktur macht.
„Als Hersteller von Produkten, die tagtäglich das öffentliche Leben prägen, tragen wir Verantwortung – nicht nur für Sicherheit, sondern auch für Umwelt und Zukunft“, fasst Hammer zusammen. „Das Klimasiegel bestätigt unseren Weg, aber der eigentliche Erfolg ist, dass wir ihn Tag für Tag weitergehen.“

